Suchmaschineneintrag Der Ausbildungsweg

Der Ausbildungsweg

Der Weg zur Präventions- und Rehabilitationsausbildung

Ich möchte Euch hier aufzeichnen, wie es auch für Euch funktionieren kann:

1. Das Mindestalter ist die Vollendung des 18. Lebensjahres.

2. Mitglied in einem gemeinnützigen Verein (z.B. Rückgrad Hildburghausen e.V.)

3. Nachweis Erst-Helfer-Ausbildung.

Um mit der Ausbildung beginnen zu können, benötigt man einen aktuellen "ERST-HELFER-NACHWEIS", der nicht älter als 2 Jahre ist.  Ich selbst habe die Ausbildung über meine Arbeitsstelle gemacht. Die Firma hat gerade Ersthelfer gesucht. Die Ausbildung fand an drei Nachmittagen von 15:00 Uhr bis 19:00 Uhr statt. Meistens wird die Ausbildung an zwei Freitagen durchgeführt. Das ist von DRK- zu DRK-Kreisvorstand unterschiedlich. Am besten wendet Ihr Euch für die Ersthelfer-Ausbildung an Eure zuständigen DRK-Kreisverband. Dort kann man die aktuellsten Termine erfahren. Dieser Schritt war getan - jetzt folgt der nächste.

4. Grundkurs Übungsleiter

Für die Absolvierung des Grundkurses Übungsleiter wandte ich mich an den Kreis- und Stadtsportbund des Landesportbundes Suhl/Hildburghausen und erfuhr dort die aktuellsten Termine. Für denjenigen, die aus dem Kreis Suhl/Hildburghausen sind alle anderen wenden sich an ihren regionalen Sportbund. Falls ihr die Ansprechstelle nicht findet, kann sie über den Landessportbund Eures Bundeslandes erfragt werden.

Der Grundkurs Übungsleiter fand an zwei aufeinander folgenden Wochenenden in Suhl statt, also am Freitag von 18:00 Uhr bis 21:00 Uhr, am Samstag 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr und am Sonntag von 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr.

In der Ausbildung erfährt man viel über den Landessportbund LSB, die Kreis- und Sportbünde und was alles dazu gehört, wie z.B.
 
- didaktisch-methodische Aspekte des Sports,
- den Aufbau von Übungsstunden
- die sportspezifische Umsetzung der Methodik an sportpraktischen Beispielen
- Vereins- und Verbandbezogene Inhalte
- Versicherungsschutz usw.

So richtig los ging es dann in der Turnhalle bei den Übungsstunden. Es wurden verschiedene Trainingsmethoden vorgestellt und trainiert. Am letzten Sonntag schloss dann der Grundlehrgang mit einer schriftlichen Prüfung ab. Aber keine Angst, die schafft Ihr.


5. Übungsleiter Lizenz C

Nach dem Grundkurs Übungsleiter hat man die Voraussetzung, den Übungsleiter Lizenz C zu machen.
Aus dem Seminarbuch des Landessportbundes entnahm ich die nächsten Termine für diesen Lehrgang. Ich selbst habe die Ausbildung Übungsleiter C-Lizenz in Weimar/Nohra gemacht. Das war zwar nicht der nächste Weg, dafür aber der schnellst möglichste Termin. Es gibt aber noch andere Sportbunde bzw. Vereine, die die Ausbildung machen. Einfach erkundigen oder im Internet suchen.
Die Ausbildung selbst erfolgt einmal monatlich an einem Wochenende von Freitagabend 18:00 Uhr - 21:00 Uhr, Samstag 08:00 Uhr bis 16:00 Uhr. Der Zeitraum erstreckt sich über 6 Monate, also jeden Monat ein Wochenende ein halbes Jahr lang.

 Es gibt aber auch verschiedene Zeitangebote dazu. Die Ausbildung enthält viel theoretisches Wissen, aber auch viel Praxis. Zum Beispiel habe ich richtiges Nordic Walking gelernt, Stepp Aerobic, Dance, Pilates. Wir trainierten Wassergymnastik und führten auch Kreistraining in der Sporthalle durch, so wie früher in der Schule.

Es war toll, hat mir viel Spaß gemacht und ich habe viele nette Leute kennen gelernt.

Herzlichen Dank an Herrn Stolze, der immer ein offenes Ohr für die Probleme und Sorgen für uns hatte und immer half, wo Not am Mann bzw. Frau war.


6. Grundkurs Prävention

Jetzt ging es weiter mit dem Grundkurs Prävention. Der Grundkurs Prävention erstreckte sich über zwei komplette Wochenenden, d. h. von Freitagabend 18:00 Uhr bis zum Sonntag 13:00 Uhr.
Der Grundkurs Prävention findet in der Landessportschule Bad Blankenburg statt.

Wer in der Nähe wohnt, kann auch zu Hause schlafen. Ich habe dort in der Landessportschule übernachtet und so hatte ich die Gelegenheit, viele Menschen kennen zu lernen und mehr Informationen über weitere Wege und Möglichkeiten zu erhalten.

Im Grundkurs Prävention erhält man viele Informationen über den LSB und die Vereinsarbeit, aber auch viel praktische Übungen stehen auf dem Programm z.B. Gymnastik, Qi Gong, Bodengymnastik mit Pezzibällen, Gymnastikbällen und was mir besonders gefiel war eine komplette Übungsstunde für den Rücken mit Funktionstraining, Koordination, Kondition und Entspannung usw., durchgeführt von einem Übungsleiter mit einer phantastischen Körperbeherrschung. Es war einfach herrlich, ihm zuzuschauen und mitzumachen.
Anschließend ging es mir einfach super - entspannt und ich fühlte mich frei wie ein Vogel.

 Der Grundkurs Prävention hat keine Prüfung - entspannt durchatmen.

7. Übungsleiter B-Lizenz "Sport in der Prävention",

Jetzt benötigt man noch den Übungsleiter mit der B-Lizenz, Spezialisierungsrichtung Haltungs- und Bewegungsapparat. Er findet an zwei kompletten Wochenenden von Freitagabend bis Sonntagmittag bei uns in Thüringen in der Landessportschule in Bad Blankenburg statt oder in euren regionalen Landessportschulen. Ich selbst habe diesen Lehrgang am vergangenen Wochenende mit einer schriftlichen Prüfung, einem komplett ausgearbeitetem 12-stündigem Kurskonzept und einer schriftlichen Lehrprobe, die auch praktisch absolviert werden muss, abgeschlossen. Das war echt harte Arbeit.

Erst mit Bestehen dieser Prüfungen, d. h, wenn man die B-Lizenz hat, ist man berechtigt, das Qualitätssiegel "Sport pro Gesundheit" beim LSB zu beantragen. Erst mit Bestätigen des Qualitätssiegels können Eure Kurse über die Kassen abrechnen.

Es ist also ein langer Weg zum ersehnten Ziel. Aber wir schaffen das.


8. Rehabilitationsausbildung zum Fachübungsleiter Rehasport Haltungs- und Bewegungsapparat

Diese Ausbildung wird über den Behinderten - und Rehabilitationssportverband Erfurt durchgeführt  bzw. bei Euch über Euren Verband in eurem Bundesland.  Die Ausbildung im Bereich Rehabilitationssport bei Behinderungen im Bereich des Stütz- und Bewegungsapparates/Orthopädie schließt mit einer Prüfung ähnlich wie bei der Lizenz B ab, also Theorie und Praxis.  

Diese Ausbildung wird in 2 Blöcken durchgeführt. Der Block 20 enthält z.B. folgende Themen:

- Organisationsstrukturen im Rehasport
- Rechtsfragen zur Durchführung
- Besonderheiten im Rehasport
- Vorstellung verschiedener ausgewählter Behinderungsformen
- Abgrenzung zum Breiten- und Leistungssport
- Psychologische Aspekte des Rehasportes

Der Block 30 umfasst die Themen:

- Medizinische Grundlagen des Rehasportes
- Möglichkeiten der orthopädischen/therapeutischen Versorgung
- Gehschule
- Methodik/Didaktik des Rehasportes anhand sportpraktischer Beispiele
- Lehrübungen/Lernerfolgskontrolle

Es gibt ein Gesetz in Deutschland, wonach jeder einmal im Leben einen Rechtsanspruch auf ein Reharezept hat. Das Reharezept wird beim Arzt beantragt , von der Krankenkasse genehmigt und dann kann es losgehen. Nach Ableistung der 50 Übungsstunden wird das Rezept über die Krankenkasse abgerechnet.

Nun, frisch ans Werk und fangt an, Eure Zukunft in die eigene Hand zu nehmen. Ihr tut Euch selbst etwas Gutes, lernt viel Neues und vor allem könnt Ihr anderen Menschen helfen. Na, dann viel Spaß beim Durcharbeiten und vor allem beim Start in die Präventions- und Rehabilitationsausbildung.

Übrigens die Termine und alles was dazu gehört über die Ausbildung findet Ihr auch im Internet unter:

www.landessportbund.de und www.behinderten-und-rehabilitationssportverband.de